So Bearbeite ich meine Instagram-fotos

Als ich 2012 Instagram für mich entdeckt habe, war das für mich nur ein weiteres soziales Netzwerk, auf dem ich irgendwelche random Fotos mit Freunden oder von meinem Essen geteilt habe. Nach und nach hat sich daraus für mich jedoch eine Art Kunst entwickelt. Ich sehe nicht mehr jedes Foto als einzelnes, sondern mein Feed als Ganzes. Was ist bitte mehr satisfying als ein einheitliches, ästhetisches Feed?!

Um dahin zu kommen habe ich unzählige Apps, Filter & Einstellungen ausprobiert. Nie war ich so wirklich zufrieden. Wenn man sich in dieses Feed-Ding bis reingesteigert hat, kommt man da nie wieder raus – immer hat man Angst, dass ein Foto dann doch von den Farben oder der Bildkomposition nicht komplett passt. Man ist eigentlich immer unzufrieden mit seiner Instagram-identität… also überlegt es euch gut, ob ihr wirklich damit anfangen wollt, falls ihr bisher noch nicht zum Opfer der Feedästhetik geworden seid.

Nach über 3 Jahren hin und her mit Farbschemen, Filtern und Bildstilen hab ich nun endlich das Gefühl „angekommen zu sein“: Weißer Rahmen, blau-grau-braunes Farbschema und wenig Kontrast ist meine aesthetic… im Moment!

Mein Account: @romy_winter


Wie ich meine Bilder bearbeite und an meinen Feed anpasse, zeige ich euch am Beispiel von diesem Foto. Natürlich ist die Bearbeitung nicht bei jedem Bild 100% gleich: Vieles hängt auch von den Lichtverhältnissen und den Farben im Foto ab – ich passe die Einstellungen dann jeweils an das Bild an. Ich schieße alle Fotos, die ich auf Instagram poste, mit meiner Canon EOS 1300d, im Format 3:2 (das ist später für den weißen Rahmen wichtig) & bearbeite sie dann mit der App VSCO Cam. Ich poste immer abwechselnd ein hochkantiges Foto und eines im Querformat und plane mein Feed mit der App UNUM.

Der einfachste Weg, damit alle Fotos, die man postet einheitlich aussehen, ist es, für jedes Bild den gleichen Filter zu benutzen – in meinem Fall: A/Analog +12,0. 

Der Filter ist mir allerdings etwas zu gelb-stichig. Um dem entgegenzuwirken und die Braun- und Blautöne etwas mehr hervorstechen zu lassen, verändere ich die einzelnen Farben mit HSL: Orange (Sättigung) +0,4 ; Gelb (Sättigung) -5,1 ; Blau (Sättigung) +5,0 (Relative Helligkeit) -4,1.

Anschließend mache ich das Bild etwas dunkler und kühler: Belichtung -1,1 & Weißabgleich: Temperatur -1,0.

Momentan mag ich den Look von Fotos mit etwas weniger Kontrast echt gerne und ich finde auch, dass das ganz gut zu dem weißen Rahmen passt, deswegen: Ton: Schatten +2,2 & Verblassen +2,4.

Dieser Körnungseffekt ist ja momentan der Hit auf Instagram. Anfangs hab ich bei dem Trend nicht mitgemacht, weil ich nicht wollte, dass es so aussieht, als könne ich nicht mit einer Kamera umgehen und hätte den ISO viel zu hoch gestellt. Aber mittlerweile komm ich auch nicht mehr drum rum… es hat schon irgendwie was: Körnung +1,1.

Um diesen Rahmen hinzubekommen, benötige ich mehrere Schritte – falls jemand einen Tipp hat wie man das gleiche Ergebnis mit einer einfacheren Methode hinbekommt, gerne her damit! Zuerst füge ich einen Rahmen (Weiß) 0,0 hinzu und anschließend speichere ich das Bild. Das lade ich dann noch mal neu rein und schneide den überschüssigen Teil vom Rahmen ab: Anpassen 3:4.


Ich hoffe, das konnte irgendwem als Inspiration dienen. Seid ihr auch so Feed verrückt oder denkt ihr euch gerade einfach nur „wieso die ganze Mühe“? Kommentiert gerne eure Instagramnamen, dann check ich eure Accounts mal aus!

13 Gedanken zu “So Bearbeite ich meine Instagram-fotos

  1. Nadine schreibt:

    Ich bewundere das ja immer, wenn jemand seine Instagram-Identität gefunden hat. Bei mir läuft Instagram (kitamaus.de) eher nebenbei – und während ich bei den ersten Fotos dachte, DEN Filter gefunden zu haben und den immer noch ganz schön finde, gibt es bei den Bildern derzeit etwas mehr „Wärme“ und etwas mehr „Sättigung“ und gut ist. Dabei gucke ich mir viel lieber Profile an, bei denen – so wie bei Dir – alles stimmig ist. Geht da aber nicht auch unheimlich viel Zeit für drauf? Liebe Grüße, Nadine

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    • romywinter schreibt:

      Danke für deinen Kommentar! Hat bei mir auch echt lange gedauert, bis ich meine „Instagram-Identität“ gefunden hab und das wird sich wahrscheinlich auch wieder ändern, weil ich schnell wieder Lust auf was neues bekomme:D Oh doch, da geht viiiiel Zeit für drauf, aber das ist es mir wert!:) LG, Romy

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  2. Tina Wolf schreibt:

    Solche Tipps finde ich immer toll! Vor allem weil ich im Grunde gar keine Ahnung von Bildbearbeitung habe und das unbedingt mal ändern sollte 😉
    Danke ❤

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  3. Steph schreibt:

    Ich bin momentán noch etwas in der Findungsphase, was das Bearbeiten meiner Instabilder betrifft, daher finde ich deinen Post super. Danke für die ausführliche Erklärung.
    LG
    Steph

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    • romywinter schreibt:

      Danke für deinen Kommentar!:) Ja war auch ganz lange in dieser Findungsphase… glaub da bin ich auch noch immer nicht raus – aber auch irgendwie interessant, wenn man einem Feed ansehen kann wie der Geschmack und Stil der Person sich im Laufe der Zeit verändert haben:D LG Romy

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