Vom Chaos-Opfer zur Organisations-Queen

Wenn man meine Kommilitonen nach meinem größten Talent fragen würde, wäre die Antwort zu 99% „du bist organisiert“. Und damit liegen sie ziemlich richtig, zumindest meistens. Ich führe Listen über alles Mögliche, Plane jeden Monat, jede Woche und jeden Tag, hab jedes Projekt Wochen vor Abgabe fertig und vergesse sehr selten etwas. Doch dem war nicht immer so…

Ich habe das Chaos im Blut…

Von Grund auf bin ich ein Chaot. An 6 von 7 Tagen war mein Zimmer unordentlich, wenn ich mal einen Kalender geführt habe, habe ich das nach spätestens 2 Wochen wieder verworfen, Hausaufgaben habe ich in 5-Minuten-Pausen geschrieben, bei Klassenarbeiten habe ich am Vorabend angefangen zu lernen und in den Ferien ist mein Leben komplett außer Kontrolle geraten – Schlafrhytmus und Produktivität? Fremdwörter für mich!

… doch dann war da plötzlich die Leidenschaft zur Organisation.

Allerdings gibt es auch noch eine andere Eigenschaft, die mich schon immer ausgezeichnet hat: Ich bin super zielstrebig und ehrgeizig. Und genau dieser Charakterzug half mir aus dem Chaos heraus. Irgendwann in der Oberstufe habe ich gemerkt, dass wenn ich meine Ziele erreichen möchte, ich etwas mehr Organisation und Planung in meinen Alltag bringen muss. Gesagt, getan.

Ich habe immer regelmäßiger Kalender, Listen und Lernpläne geführt. Ich habe frühzeitig angefangen zu lernen und habe auch meine Freizeit relativ produktiv gestaltet. Daran habe ich mich dann so sehr gewöhnt, dass ich gar nicht mehr anders konnte. An jedem nicht durchgeplantem Tag hatte ich ein ungutes Gefühl, das Gefühl etwas zu vergessen, meine Zeit nicht effektiv zu nutzen, auf etwas nicht vorbereitet zu sein.

Mein Bullet Journal hat schlussendlich das Tüpfelchen auf das „i“ meiner Organisationsobsession gesetzt. Mittlerweile wird nicht nur die Klausurvorbereitung im Detail geplant, sondern auch was ich koche, wie viel Geld ich ausgebe und welche Bücher ich lesen möchte. Dieses Notizbuch enthält mein komplettes Leben in Form von Listen und Tabellen.

Auch ich habe „Rückschläge“: Meine Wohnung ist manchmal unordentlich, es gibt Tage, an denen ich nicht alle To-Dos schaffe und auch ich vergesse mal eine Hausaufgabe. Der Unterschied zu „früher“ aka vor 3-4 Jahren ist, dass ich merke, dass das Chaos mir kein gutes Gefühl gibt und ich es dann so schnell wie möglich versuche zu ändern.

Mein Tipp

Ihr braucht eine Motivation. Ihr müsst wissen, wieso ihr gerne organisierten wärt. Für euren schulischen oder beruflichen Erfolg, um mehr Freizeit zu haben oder einfach, um euch wohler und weniger gestresst zu fühlen. Bei mir war es damals mein Abitur das mich dazu motiviert hat meinen Schulalltag zu planen und mittlerweile ist meine Motivation die Tatsache, dass ich weiß dass es mir psychisch viel besser geht, wenn ich Chaos vermeide. Organisation ist, wie so vieles, eine Gewohnheit, laut Wissenschaftlern braucht man 28 Tage, um eine Gewohnheit zu entwickeln. Also führt 28 Tage lang einen Kalender oder was auch immer ihr nutzen möchtet und findet heraus ob es was für euch ist. Es gibt auch Menschen, die lieber in den Tag hineinleben und alles auf den letzten Drücker machen, und da ist auch nichts verwerfliches dran. Jeder sollte herausfinden, wie er sich das Leben leichter machen kann. Vielleicht schlummert auch irgendwo in euch eine Organisations-Queen, ihr müsst sie nur an die Oberfläche lassen!


Seid ihr eher organisiert oder chaotisch? ❤

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