Sustainable Sunday #3: Teilzeitveganer – besser halb als gar nicht

*Werbung* Dieser Beitrag entsteht in Kooperation mit Memolife.

Wer meine letzten Rezepteposts gelesen hat, dem ist vielleicht etwas aufgefallen – ich habe keine tierischen Produkte verwendet. Das ist so entstanden, dass ich mir zu Anfang des Semesters vorgenommen hatte, einfach mal zu versuchen, eine vegane Woche einzulegen – ich wollte sehen, wie schwer mir das fällt, welche Produkte mir fehlen und wie ich mich damit fühle. Überraschenderweise, zumindest für mich, ist es mir total leicht gefallen, zuhause rein pflanzlich zu kochen und zu essen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mir irgendwas verbiete. Außerhalb meiner eigenen vier Wände hat sich das Vegan-Sein dann leider doch schwieriger gestaltet. Aus diesem Grund würde ich mich heute als „Teilzeitveganer“ – oder „Flexitarier“ – bezeichnen.

Die Motivation meiner Bemühungen, mich pflanzlich zu ernähren liegt zum einen bei den Tieren und zum anderen bei der Umwelt. Vor einigen Monaten habe ich angefangen, mich damit auseinander zu setzten, wie ich Schritt für Schritt ein bisschen nachhaltiger leben kann – und dabei spielt die Ernährung eben auch keine unwichtige Rolle. Mit der Massentierhaltung geht unter anderem ein erheblicher Wasserverbrauch, Regenwaldabholzung für den Anbau des Futters, eine Grundwasserverschmutzung und eine hohe Emission des Klimagases Methan einher. Dass es absurd ist, dass wir unseren Genuss über das Leben von Tieren stellen, muss ich, denk ich, nicht weiter erläutern.

Die vegane Ernährung ist in meinen Augen die einzige, die zu 100% moralisch vertretbar ist und ich habe großen Respekt vor jedem, der das durchzieht. Aus diesem Grund finde ich es umso schlimmer, dass diese Ernährungsweise in unserer Gesellschaft immer noch belächelt und auf diesen Leuten rumgehackt wird – denn sie sind die, die es richtig machen. Sie sind bereit, ihre eigenen Gewohnheiten zu verändern und sich der Norm zu widersetzen, um etwas zum Tier- und Klimaschutz beizutragen – was daran falsch sein soll, muss mir bitte nochmal jemand erklären.

Nun fragt man sich wahrscheinlich, wieso ich denn nicht gleich ganz zum Veganer werde, wenn ich diese Ernährungsweise so toll finde. Ich halte, für mich persönlich, nicht viel von solchen radikalen Schritten. Der Veganismus lässt sich nicht mit jeder meiner Lebenssituationen vereinbaren und ich bin, ehrlich gesagt, nicht bereit dazu, mich dafür übermäßig einzuschränken. Für mich ist es momentan die beste Lösung, wenn ich selber koche 100% vegan zu essen, aber draußen oder wenn ich zu Besuch bin, mir die tierischen Produkte nicht zu verbieten.

Tipp_ (1)

Hier geht’s zu meinem aktuellen Lieblings-Gewürz: https://www.memolife.de/lebensbaum-gewuerzmischung-barbecue-wuerzen-grillen-125-g-h2939

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Ich möchte mich nicht von der Vorstellung „entweder ganz oder gar nicht“ davon abhalten lassen, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Im Endeffekt trägt man mit jedem tierischen Produkt, das man weniger konsumiert, ein kleines bisschen dazu bei, dass Umweltzerstörung und Tierleid reduziert werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass es mehr bringt, wenn viele Leute erheblich weniger tierische Produkte essen, als wenn wenige komplett darauf verzichten. Aus dem Grund sollte man die Leute nicht damit verschrecken, dass man ihnen das Gefühl gibt, es gäbe kein Mittelmaß. Man sollte anfangen, sich damit auseinander zu setzen, was hinter den Produkten steckt, die man täglich zu sich nimmt und offen für Alternativen sein. Es sollte nie der Verzicht, sondern immer der bewusste Konsum im Vordergrund stehen.

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