Wie ich meine Aufschieberitis losgeworden bin – 8 Tipps gegen Prokrastination

„Um 14 Uhr fang ich an.“ „Ob 14 Uhr oder 14:15 macht jetzt auch keinen Unterschied.“ „Ich muss diese Whatsapp-Konversation nur noch kurz zu Ende führen.“ „Ach, die Wohnung müsste auch mal wieder geputzt werden.“ Ich glaube, jeder von uns kennt es – man weiß, dass man viel zu tun hat, aber anstatt loszulegen findet man immer weiter ausreden, sich die Zeit anders zu vertreiben. Ich war auch ganz lange ein Opfer dieser sogenannten Prokrastination. Mit der Zeit habe ich allerdings herausgefunden was ich an meinem Mindset und an meiner Arbeitsweise ändern muss, um diese Aufschieberitis loszuwerden.

  1. Die eigene Arbeitsweise analysieren und hinterfragen. Zuerst muss man sich erst mal bewusst werden, dass man prokrastiniert und dass das für einen ein Problem darstellt.
  2. To-Do-Listen. Wenn ich eine Aufgabe für einen bestimmten Tag einplane, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie mache größer, als wenn ich keine bestimmte „Deadline“ habe – denn ich kann nicht schlafen gehen, ohne alles abgehakt zu haben.
  3. Das „Schlimmste“ zuerst erledigen. Oft fängt man nicht an, seine To-Do-Liste abzuarbeiten, weil man weiß, dass einen eine Aufgabe erwartet, auf die man so gar keine Lust hat. Wenn man diese so schnell wie möglich erledigt gibt das einem erfahrungsgemäß total viel Motivation und die restlichen Aufgaben fallen einem danach total leicht.
  4. Präzise Aufgaben formulieren und gegebenenfalls Teilziele erstellen. Je übersichtlicher eine Aufgabe ist, je genauer ich weiß was zu tun ist und je besser das Ziel in Sicht ist, desto leichter fällt es mir, überhaupt damit anzufangen.
  5. Produktive Zeiten in die Alltagsroutine einarbeiten. In der Schulzeit, habe ich mir zum Beispiel irgendwann angewöhnt, wenn ich nach Hause komme, sofort mit den Hausaufgaben anzufangen. An freien Tagen mache ich gleich nach dem Aufstehen Uni-Zeug. Jeden Sonntagnachmittag putze ich meine Wohnung. Sobald etwas zur Gewohnheit wird, fällt es einem wesentlich leichter, da es „normal“ ist und nichts wofür man sich immer wieder neu motivieren muss.
  6. Startschwierigkeiten überwinden. Der Anfang ist immer das schwerste und sobald man dann im Flow ist, versteht man gar nicht mehr, wieso man sich so sehr dagegen gesträubt hat. Wie man sich dahingehend selber austricksen kann, erkläre ich in meinem Beitrag zu der 15-Minuten- bzw. 200-Wörter-Methode.
  7. Feste Zeiten für „Ablenkung“. Man lernt mit der Zeit, welche Dinge einen von der Arbeit abhalten – das geht von Handys, über Gespräche mit Leuten die im gleichen Raum sind, bis zu Snacks während der Arbeit. Da ist jeder anders, aber sobald man die Gegner seiner Produktivität erkannt hat, sollte man sie während produktiven Phasen komplett vermeiden, und extra Pausen dafür einplanen.
  8. Mindset ist alles. Man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass eine Aufgabe durch das Aufschieben nicht verschwindet, sondern sich ganz im Gegenteil dadurch immer mehr anstaut. Darüber hinaus kann man das Nichtstun wesentlich mehr genießen, wenn man dabei kein schlechtes Gewissen hat – ganz ehrlich, ist es wirklich erholsam, auf der Couch zu liegen und vor seinem inneren Auge zu sehen, wie der Berg an Arbeit immer weiter wächst?

Was hilft euch dabei, zu vermeiden, dass ihr Aufgaben immer weiter aufschiebt?:)

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