9 Dinge, die du wissen solltest, bevor du von Zuhause ausziehst

Ein neuer Semesterstart steht bevor und das heißt für viele Ersties auch: Auszug von zuhause. Nicht mehr bei seinen Eltern zu wohnen kann nicht nur sehr aufregend und befreiend, sondern auch sehr lehrreich sein. Was ich in diesem Prozess des Selbstständigerwerdens gelernt habe, habe ich in 9 Punkten zusammengetragen, um denjenigen, denen dieser Schritt noch bevorsteht, das Leben vielleicht ein bisschen einfacher machen zu können.

  1. Wer den Pfennig nicht ehrt ist des Talers nicht wert. Wenn man keine Fixkosten hat und das einzige Geld, mit dem man wirtschaften muss, das Taschengeld ist, spricht nichts dagegen, hier und da ein paar Euro für unnötige Spontankäufe auszugeben. In jeder Pause ein Brötchen beim Bäcker und zwischendurch noch schnell zum Snackautomaten – das gehört zur Schulzeit auch irgendwie dazu. Wenn man mit seinem Geld aber nicht nur Spaßkäufe, sondern sein Überleben finanzieren soll, ist es ratsam auch diese kleinen Beträge im Auge zu behalten und zu überlegen wie man sie reduziert. Sich zur Uni eine wiederverwendbare Wasserflasche und ein paar Snacks mitzunehmen macht über Monate hinweg nämlich echt einen Unterschied.
  2. Manches regelt sich dann doch einfacherer und schneller, wenn man anruft. Ich hasse telefonieren, muss aber sagen, dass sich mein verhältnis zu dieser Art der Kommunikation in den letzten Jahren dann doch verbessert hat – weil ich viel zu oft einfach dazu gezwungen war, anzurufen. Während ich früher lieber 10 Wochen auf eine Antwort auf meine Mail gewartet hätte, greife ich dann mittlerweile doch häufiger zum Hörer und spare damit einiges an Zeit.
  3. Die günstigen Produkte stehen unten. Bevor ich selber einkaufen gegangen bin, war mir nicht bewusst, dass es eigentlich für jedes erdenkliche Produkt eine günstigere Alternative gibt, die ein paar Regale weiter unten steht. Im Endeffekt schmecken Nudeln von „ja!“ genauso wie Nudeln von „Barilla“.
  4. Versicherungen sind teuer, aber wichtig. Zum Teil ist man bis zu einem gewissen Alter noch bei seinen Eltern mitversichert. Eine eigene Wohnung bringt allerdings eine eigene Haftpflicht- und Hausratversicherung mit sich – und jedes Jahr, wenn ich die zahle, blutet mein Herz, weil ich sie bisher noch nicht gebraucht habe und das Geld somit quasi aus dem Fenster geschmissen wurde. Und trotzdem sind sie wichtig – es brennt schneller mal was, als man denkt.
  5. Es gibt Menschen, die sind für’s WG-Leben gemacht und andere, die das alleine Wohnen total genießen. Bevor man auszieht, sollte man versuchen herauszufinden, welcher Typ man ist. Natürlich, kann man das nicht zu 100% sicher wissen, bevor man es nicht ausprobiert hat und man hat nachher immer noch die Möglichkeit sich umzuentscheiden. Man macht sich das Leben aber auf jeden Fall einfacherer, wenn man diese Entscheidung sehr bewusst trifft und Pro und Kontra abwägt.
  6. Meistens ist es so, dass bei der Wohnungssuche Maklergebühren vom Vermieter übernommen werden – es kann also nicht schaden, sich an eine Immobilienagentur zu wenden. Auf diesem Weg hab ich damals auch relativ schnell meine Wohnung in Köln bekommen.
  7. Man sollte sich früh genug um einen Internetanbieter kümmern, denn das kann dann noch etwas dauern, bis tatsächlich jemand für den Anschluss vorbeikommt und man das WLAN wirklich benutzen kann. Ich hatte 2 harte Wochen ohne Internet.
  8. Nach dem Einzug hat man zwei Wochen Zeit, sich beim örtlichen Meldeamt umzumelden. Hierfür sollte man genug Zeit einplanen und sich im Vorhinein über Wartezeiten informieren.
  9. Rundfunkgebühren sind nervig aber ebenfalls wichtig. Am Anfang hab ich auch gedacht, dass man die 17,50 Euro im Monat für spannendere Dinge ausgeben könnte, aber im Laufe meines Studiums habe ich verstanden, wie wichtig es ist, öffentlich-rechtliche Rundfunksender zu haben, die eben nicht von Steuergeldern finanziert werden – jetzt tut es ein bisschen weniger weh, den Betrag zu überweisen.

Es ist schon irgendwie wichtig, sich auf den Auszug vorzubereiten, indem man sich informiert und sich schonmal ein paar Gedanken macht. Allerdings sollte man auch nicht zu sehr versuchen, alles zu planen, sondern es einfach auf sich zukommen lassen. Über viele der Punkte hatte ich mir vor meinem Auszug noch nie Gedanken gemacht und es hat trotzdem geklappt. „Learning by doing“ ist hier das Motto. Wozu ich aber sagen muss, dass ich nicht weiß, wie Menschen es geschafft haben, alleine in eine andere Stadt zu gehen, als es noch kein Internet gab – Google hat mir in den letzten zwei Jahren sehr oft zur Seite stehen müssen.


Wohnt ihr noch bei euren Eltern, oder in welchem Alter seid ihr ausgezogen?:)

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