Studium: Wie wichtig ist die Nacharbeitung?

Kein Stress, sondern viel Freizeit trotz Klausurenphase? Klingt utopisch, ist aber möglich – allerdings nicht ohne jeglichen Aufwand während des Semesters. Hier kann sich jeder aussuchen, was ihm lieber ist – regelmäßig ein bisschen Arbeiten oder ein paar Wochen extrem viel arbeiten. Das ist wahrscheinlich typabhängig. Ich gehöre aber definitiv zu den Leuten, die kein Problem damit haben, sich hin und wieder hinzusetzen und etwas Zeit in das Studium zu investieren, wenn ich dafür eine verhältnismäßig entspannte Klausurenphase haben kann.

Aus diesem Grund ist mein Tipp an alle, die vielleicht gerade vor ihrem ersten Semester stehen und sich unsicher sind, wie sie sich im Studium organisieren sollten:  Nacharbeiten! Wenn eine Vorlesung Klausurrelevant ist, setzt euch entweder am selben Tag oder spätestens an dem darauffolgenden Wochenende hin und wiederholt alles nochmal. Lest euch die Inhalte durch, markiert euch das Wichtigste, googelt das, was ihr nicht versteht und fangt vielleicht sogar schon an euch Lernzettel zu schreiben oder Mindmaps zu malen. Anschließend am besten alles ordentlich abheften oder digital ordnen – so erspart man sich am Anfang der intensiven Lernphase einiges an Arbeit.

Die Motivation darf man hierbei nicht aus den Augen verlieren – am besten immer daran denken, wie viel angenehmer und wahrscheinlich auch erfolgreicher die Klausurenphase wird, wenn man das mit dem regelmäßigen Nacharbeiten durchzieht. Wenn für sich herausgefunden hat, wie man diese zusätzliche Arbeit am besten in seinen Alltag integrieren kann und wann man am produktivsten ist, wird es nach einer Zeit auch ganz einfach zur Routine und erfordert dann gar nicht mehr so viel Motivation.

ABER genauso wichtig ist es auch, zu erkennen, wann es keinen Sinn macht, nachzuarbeiten. Am Anfang meines Studiums habe ich viel zu viel Zeit damit verbracht, Inhalte nachzuarbeiten, die mehr oder weniger irrelevant waren. Ich musste erst mal lernen zwischen nacharbeitungswürdigen und nichtnacharbeitungswürdigen Modulen zu unterscheiden. Wenn man in einem Modul keine Klausur schreibt, sondern die Prüfungsleistung aus einer Hausarbeit oder einem Projekt besteht, macht es wenig Sinn, da Zeit in die Nacharbeitung zu investieren – es sei denn, man hat nicht alles verstanden, glaubt aber, dass es wichtig für seinen weiteren Werdegang ist. Genauso ist es, wenn der Dozent ankündigt, den Stoff stark einzugrenzen – dann würde ich es höchstens überfliegen, aber auf keinen Fall schon mit Lernzetteln anfangen.

Die Frage, ob und wie man nacharbeiten sollte beantwortet sich mit der Zeit aber von ganz alleine. Man findet heraus, welcher Lerntyp man ist, wie anspruchsvoll sein Studium ist und erkennt, wann es sich für einen persönlich lohnt, nachzuarbeiten und wann nicht. Erstis würde ich allerdings immer den Tipp mitgeben, lieber zu viel als zu wenig zu machen!:D

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