Ein Blogpost – von der Themenfindung bis zur Veröffentlichung

Blogposts. Mittlerweile sind es über 200 hier auf meinem Blog und dementsprechend konnte ich in den vergangenen Monaten und Jahres einiges ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Ich dachte mir, es könnte für Außenstehende interessant sein, mal einen Blick „hinter die Kulissen“ zu bekommen und für Leute, die selber Texte veröffentlichen, habe ich vielleicht sogar den ein oder anderen Tipp. Aus diesem Grund stelle ich euch heute meine liebsten Hilfsmittel und Methoden zum Schreiben und Gestalten vor. Enjoy!

1. Die Themenwahl

Hierzu habe ich bereits einen Beitrag veröffentlicht, indem ich detailliert auf mögliche Inspirationsquellen eingehe und den ich euch gerne nochmal hier verlinke.

Wo ich nach einem passenden Thema suche hängt immer von meiner Stimmung und meinem Ziel ab. Möchte ich schnell mit dem Schreiben anfangen, schaue ich auf meine Ideenliste in meinem Handy oder meinem Bullet Journal – ich habe mir nämlich angewöhnt, es immer sofort aufzuschreiben, sobald mir ein Thema einfällt, denn die besten Ideen kommen immer spontan. Wenn ich mich erstmal nur darauf konzentrieren möchte, nach NEUEN Ideen zu suchen, dann schaue ich mich gerne auf Blogs, bei Pinterest, bei Online-(Nachrichten-)Magazinen und auf Youtube um.

2. Die „Konzeption“

Wenn ich ein Thema gefunden habe, schreibe ich mir erst mal eine grobe Gliederung und erste Ideen dazu auf.  Das mache ich meistens in der NotizenApp von Apple, so kann ich es auch von unterwegs bearbeiten und fühle mich irgendwie freier beim Schreiben. Das ist irgendeine psychologische Illusion, aber wenn ich etwas in dem Texteditor schreibe, tue ich das mit dem Gedanken, dass dieser Text veröffentlicht wird und in der Notizenapp besteht für mich weniger Druck, dass dass was da stehen wird perfekt sein soll. Ihr könnt das ja mal ausprobieren, vielleicht hilft das dem ein oder anderen ja auch gegen Schreibblockaden.

3. Let it rest.

Häufig schreibe ich dann nicht direkt weiter, sondern lasse diese ersten Gedanken erstmal so stehen. Oft komme ich von einem Thema zum nächsten und schreibe dann gleich ein weiteres „Konzept“ für einen anderen Artikel. Oft kommen mir die Themenideen aber auch zwischendurch, sodass ich auch einfach aus Zeitgründen nicht sofort weiterschreiben kann.

4. Der Redaktionsplan

Meistens sammele ich diese Konzepte und Themenideen bis zum Monatsende und erstelle mir dann einen groben Redaktionsplan für den kommenden Monat. Nachdem ich bestimmt habe, wann welcher Beitrag veröffentlicht werden soll, trage ich mir in meine To Do Liste ein, wann ich welchen Beitrag schreiben bzw. ausformulieren möchte.

5. Das Schreiben

Dann setze ich mich hin und versuche, die Gedanken, die ich mir zu dem jeweiligen Thema notiert hatte, in klare, verständliche und möglichst angenehm lesbare Sätze zu verpacken. Je mehr ich mir bereits in der Notizenapp notiert hatte, desto dankbarer bin ich meinem Vergangenheit-Ich – das Ausformulieren geht dann nämlich super schnell und mit dem Ergebnis bin ich in genau diesen Fällen immer am zufriedensten. Ich empfinde es nämlich so, dass man am kreativsten und einfallsreichsten ist, wenn man zum ersten Mal über ein Thema nachdenkt. Die Zeit dazwischen erlaubt es mir wiederum, noch mal etwas distanzierter an den Beitrag heranzugehen, Lücken oder Fehler in meinen Gedankengängen zu erkennen und im Großen und Ganzen einfach etwas differenzierter an die Sache heranzugehen.

6. Check it twice

Nachdem der Text ausformuliert ist, lese ich noch einmal drüber, erstelle ggf. Zwischenüberschriften und überlege, ob die Platzierung der Absätze logisch und der Titel gut gewählt ist. Ich vertraue meiner Fähigkeit der Rechtschreibung und Grammatik, weiß aber auch, dass man Fehler, die in der schnelle einfach mal passieren, häufig selber nicht sieht, weil das Gehirn einen manchmal austrickst und Wörter und Sätze hin und wieder automatisch vervollständigt. Aus diesem Grund nutze ich an dieser Stelle ein Online-Tool, welches das ganze nochmal auf Fehler überprüft.

7. Fotos und Layout

Die meisten meiner Fotos schieße ich mit dem iPhone XS, hin und wieder nutze ich aber auch die Canon 1300D. Zur Bearbeitung nutze ich

  • VSCO Cam für Filter
  • Snapseed für partielle Farbkorrektur
  • Canva für Collagen und Texte
  • Procreate für Doodles

8. Beitragseinstellungen

Wenn ich die Fotos eingefügt habe, gebe ich bei den Beitragseinstellungen nur noch den Vorschautext (meist der Anfang des Beitrags) ein und gebe meinen Geotag, die jeweilige Kategorie sowie möglichste viele Schlagwörter ein, damit der Beitrag über Google gefunden wird. Das ist so ziemlich das einzige, was ich aktiv für die Suchmaschinenoptimierung tue, da ich es oft als störend empfinde, wenn innerhalb des Textes zu sehr auf SEO geachtet wurde und ich zugegebenermaßen auch kein Profi auf dem Gebiet bin.

9. Die Veröffentlichung

Die Veröffentlichung plane ich immer im Voraus, damit ich da nicht weiter dran Denken muss und die Beiträge immer zur gleichen Zeit online gehen können – mittwochs um 10 Uhr und sonntags um 16 Uhr.


Das war’s dann auch schon! Hier nochmal die, in meinen Augen, wichtigsten Tipps zusammengefasst:

  • Themenideen aufschreiben, anstatt zu versuchen, auf Knopfdruck kreativ zu sein
  • zu dem Thema bestenfalls gleich erste Gedanken sowie eine grobe Gliederung aufschreiben
  • den Beitrag „ruhen lassen“, um sein Potential zu erweitern
  • einen Redaktionsplan erstellen um zu garantieren, dass regelmäßig Content veröffentlicht wird
  • für Bildbearbeitungsprogramme muss man nicht unbedingt (viel) Geld zahlen – es gibt tolle kostenlose Alternativen
  • Schlagwörter und Geotag für ein Minimum an Suchmaschinenoptimierung verwenden
  • automatisches Veröffentlichen, um die Postingtermine einzuhalten

2 Gedanken zu “Ein Blogpost – von der Themenfindung bis zur Veröffentlichung

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