Ein paar positive Nachrichten (aka. was wir in Corona-Zeiten alle brauchen)

Egal welche Zeitung wir aufschlagen, welchen Radio- oder Fernsehsender wir anschalten oder welche Website wir aufrufen: Überall dieses eine Thema. Es ist auch wichtig und richtig, dass wir mit Informationen zur Pandemie versorgt werden und gar keine Möglichkeit haben, ihnen zu entkommen – nur so verstehen wir die Ernsthaftigkeit der aktuellen Lage und wissen, wie wir uns diesbezüglich verhalten sollen. Das Thema ist allerdings sehr negativ behaftet – wie sollen Krankheit, Existenzgefährdung und Isolation auch sonst behaftet sein?! Und trotzdem finde ich es wichtig nicht darin unterzugehen und das Positive in dieser Welt nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn irgendwelche Trottel gerade Corona-Partys feiern, sollten wir den Glauben an die Menschheit nicht verlieren. Wir sollten nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die gute Entscheidungen treffen und mit schwierigen Situationen positiv umgehen. Dem möchte ich mich in den nächsten Zeilen und Absätzen widmen. Enjoy!


Mit Lachen die Angst besiegen

Ein Bericht von RTL Luxemburg erzählt die Geschichte eines syrischen Vaters, der für seine 3-jährige Tochter ein Spiel eingeführt hat, welches ihr das Leben im Krieg vereinfachen soll. Bei jedem Bombeneinschlag lachen die beiden – so blenden sie das Geräusch und damit einhergehende Angst aus. Das macht das, was dort tagtäglich passiert nicht weniger schlimm und irgendwann wird der Moment kommen, in dem die Kleine versteht, was draußen wirklich passiert … aber bis dahin schenkt ihr Vater ihr die schönste mögliche Kindheit.


Bestellungen von Organspendeausweisen verdoppelt

Im Januar dieses Jahres war das Thema Organspende ein heiß debattiertes Thema im deutschen Bundestag. Jens Spahn konnte seine doppelte Widerspruchsregelung (die ich persönlich sehr befürwortet hätte), nicht durchsetzen. Stattdessen wurde sich darauf geeinigt, dass jeder Mensch regelmäßig, alle 10 Jahre, mit dem Thema konfrontiert werden müsse. Ob diese moderate Gesetzesanpassung das Problem des Mangels an Spenderorganen löst, ist fraglich. Tatsächlich ist es aber so, dass allein diese öffentliche Debatte schon etwas (lange nicht genug und wahrscheinlich auch nur kurzfristig) zur Problemlösung beigetragen hat – der Spiegel berichtet, dass sich die Bestellungen der entsprechenden Ausweise verdoppelt haben.


RTL setzt ein Zeichen gegen Rechtsextremismus

In den vergangenen Jahren wurde Xavier Naidoo immer wieder Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen. Diese Anschuldigungen wurden allerdings vom Sänger selbst wie auch von seinen Fans vehement abgewiesen und auch RTL hat bis vor Kurzem diesbezüglich keine Stellung bezogen und ihm bei DSDS jetzt schon zum zweiten Mal eine Bühne geboten. „Es ergibt doch gar keinen Sinn. Wieso sollte er gegen Ausländer sein, wenn er selbst einen Migrationshintergrund hat?!“ Rechtextremes Gedankengut ergibt nie Sinn – das ist ja der Punkt. Somit bin ich – unabhängig davon, dass er mir persönlich nie sympathisch war (obwohl er ein musikalisches Genie ist) – sehr froh über die Einsicht von RTL und ihre Entscheidung, ihn aus der DSDS-Jury zu schmeißen. Einer der größten Sender Deutschlands setzt damit ein ganz klares Zeichen.

Der Inhalt des Videos von Xavier Naidoo, welches letzte Woche aufgetaucht ist und ganz deutliche Zeilen gegen Menschen mit Fluchterfahrung enthält, sowie die Reaktionen darauf wurden unter anderem vom Spiegel zusammengefasst.


So ganz ohne Corona geht‘s dann doch nicht …

„Corona-Awareness“ in Flüchtlingslagern

Eine Gruppe junger Geflüchteter hat in einem Lager in Lesbos das Projekt „Moria Corona Awareness Team“ ins Leben gerufen. Sie wollen die Menschen dort über das neuartige Virus aufklären, sie darüber informieren, wie sie sich am besten dagegen schützen können und gleichzeitig gegen panik-schürende Gerüchte ankämpfen. Mehr dazu könnt ihr bei Bento.de nachlesen – das junge Magazin des Spiegels hat ein Telefon-Interview  mit einem der Vertreter geführt.


Ich fand es wichtig, diesen letzten Artikel in diesen Beitrag mit reinzunehmen. Einfach um uns allen nochmal vor Augen zu führen, dass wir uns nach wie vor in einer privilegierten Situation befinden – es gibt Menschen, die haben kein Sofa, an das sie sinnbildlich gefesselt werden können und keine Wohnung, in der sie Klopapier horten können. Und auch (oder selbst) die möchten aktiv etwas zur Verbesserung der Situation beitragen… also sollten wir das auch – und zwar indem wir einfach zuhause bleiben.

Es wird vorbei gehen. In ein paar Wochen können wir wieder mit unseren Liebsten zusammensitzen, das gute Wetter genießen und unsere Freiheit wertschätzen. Bis dahin gebt dem Planeten die Zeit zu heilen und auch euch selber die Möglichkeit, diesen Zustand, einer sich gefühlt langsamer drehender Welt, zu genießen. Stay home! Stay safe! Stay sane! 🙂

2 Gedanken zu “Ein paar positive Nachrichten (aka. was wir in Corona-Zeiten alle brauchen)

  1. Nicole Kirchdorfer schreibt:

    Hi Romy, Du hast ganz recht. Der Virus bringt nicht nur Negatives, sonder auch Solidarität, Besinnen und vieles mehr. Eine Erneuerung….
    Also ich bleib daheim. Und das 24 Stunden am Tag mit meinem Mann. Das ist wie mit 3 Kindern 😉
    Bleib gesund!
    Nicole

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s