Closet Declutter | 10 Fragen, die ich mir beim Ausmisten stelle

Ich habe vor Kurzem meinen Kleiderschrank ausgemistet und empfinde die halbleere Kleiderstange und des nur zum Teil gefüllte Ikea-Regal in meinem Zimmer seither als sehr befreiend. Mein Verhältnis zu Konsum im Allgemeinen und zu Mode im Speziellen hat sich in den vergangenen Monaten sehr gewandelt. Alles, was ich mir wünsche ist ein übersichtlicher Kleiderschrank bzw. eine übersichtliche Kleiderstange mit wenigen, qulitativ hochwertigen Fair-Fashion-Teilen, die mir alle zu 100% gefallen und die ich auf verschiedenste Weisen untereinander kombinieren kann. Der Weg dorthin ist lange – ich habe als Teenager Unmengen an Zeug angehäuft – aber ich sehe fortschritte. Ich möchte aber nun nicht alles wegschmeißen – im Endeffekt ist ja auch nichts nachhaltiger, als das zu tragen, was man bereits besitzt – sondern ich möchte nach und nach sinnvoll  ausmisten und alles, was mir irgendwie ein schlechtes Gefühl gibt, loswerden. Diese 10 Fragen stelle ich mir dabei.

1. Gehört das zu deinen Lieblingsteilen?

Mein Ziel ist es, irgendwann nur noch Lieblingsteile zu besitzen – meinen Kleiderschrank aufmachen, blind reingreifen und mit der Wahl zufrieden sein zu können. Aus diesem Grund ist diese Frage besonders wichtig.

2. Ist das noch in einem guten Zustand?

Gerade bei Lieblingsteilen ist es doch häufig so, dass man Kleidungsstücke solange trägt, bis sie fast auseinander fallen. Auch wenn es einem manchmal schwer fällt, sich von etwas zu trennen, was man immer gerne gemocht hat – man sollte schon einsehen, dass die Gebrauchsspuren irgendwann zu präsent sind.

3. Gefällt dir das Teil optisch?

Da Kleidung irgendwie immer teilweise oberflächliches ist, ist diese Frage relevant …

4. Entspricht das noch deinem Stil?  / Spiegelt es wider, wer du bist oder sein möchtest?

… da Kleidung aber mehr vermittelt als einen optischen Look, sollte die Frage nach der persönlichen Identifikation mit dem Teil auf keinen Fall fehlen.

5. Wann hattest du das das letzte Mal an?

Mit dieser Frage kann man eigentlich ganz gut überprüfen, wie gut einem ein Teil wirklich gefällt. Natürlich gibt es Teile, die man super selten trägt und es trotzdem sinnvoll ist sie zu behalten – wie zum Beispiel, der Bewerbungsgespräch-Blazer oder das schicke Kleid, das man zu Omas 80. Geburtstag getragen hat – diese sollten allerdings in der Unterzahl sein.

6. Wie hast du dich darin gefühlt, als du das das letzte Mal anhattest?

Viele von uns kennen bestimmt diese Teile, die man immer mal wieder trägt, weil man sie eigentlich ganz schön findet, in denen man sich aber nie richtig wohl fühlt. Weg damit! Das Leben ist zu kurz für unbequeme Kleider, kratzende Pullover und T-Shirts in denen man unnormal viel schwitzt.

7. Womit kannst du dieses Teil kombinieren?

Diese Frage sollte man sich bestenfalls schon im Laden stellen, um Fehlkäufe zu vermeiden, aber auch beim Ausmisten macht sie Sinn. Wenn man nichts da hat, wozu man ein Kleidungsstück kombinieren kann, dann kann es noch so schön sein und man wird es trotzdem nie tragen. Dann sollte man sich darüber hinaus die Frage stellen, ob man sich vielleicht etwas Neues zulegt, was dazu passt, oder man sich doch lieber davon verabschiedet.

8. Hast du nicht schon genug Pyjamas und Chill-Outfits?

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich neige dazu beim Ausmisten zu denken „ach dieses T-Shirt würde ich niemals mehr in der Öffentlichkeit tragen, aber als Schlaf-Shirt ist es doch super“… bei jedem einzelnen Teil. Kein Mensch braucht 50 Chill-Outfits.

9. Würdest du es vermissen, wenn es weg wäre?

Wenn die Antwort hierauf „Nein“ lautet, sollte es einem eigentlich sehr leicht fallen, sich davon zu trennen.

10. Wo soll es hin, wenn du es weggibst?

Die Relevanz dieser Frage habe ich lange unterschätzt. Irgendwie war immer klar – Altkleider-Container. Nachdem ich mich ein bisschen intensiver damit auseinander gesetzt habe, hat diese angebliche „gute Tat“ für mich einen bitteren Beigeschmack – diese Länder werden mit unserem Klamotten zugemüllt, die Teile sind absolut nicht auf ihre Kultur und Bedürfnisse angepasst und im Endeffekt schadet es der lokalen Textilindustrie. Ich habe noch nicht den perfekten Weg gefunden, aber ich mache es mittlerweile so, dass ich das, was Mängel hat, wegschmeiße und alles andere über „Zalando Wardrobe“ verkaufe – Näheres dazu in diesem Blogbeitrag.

Wann habt ihr das letzte Mal ausgemistet?:D

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