Online-Semester: 10 Dinge, die mir keiner vorher gesagt hat

Das letzte Semester meines Bachelor-Studiums ist rum – und es war … anders als geplant. Während ich mich vor wenigen Monaten noch darauf gefreut habe, meine KommilitionInnen nach dem Praxissemester im April wiederzusehen und wieder in meinen geliebten Unialltag zurückzukommen, bahnte sich Corona an und durchkreuzte alle meine Pläne. Statt einer Real Life Reunion am Campus gab es am 6. April eine erste Online Vorlesung. Anfangs war das alles noch etwas befremdlich, doch ich gewöhnte mich schnell an die neue Situation. Ich entdeckte immer mehr Vorteile am Distance Learning und war begeistert, welche tollen Möglichkeiten uns der digitale Klassenraum geboten hat. Im Endeffekt freue ich mich darüber, die Erfahrung dieses etwas anderen Studierens gemacht haben zu können und finde Online-Vorlesungen auch eigentlich eine ganz gute Lösung, die ruhig beibehalten werden kann, wenn das Infektionsrisiko bis zum Start des Wintersemesters nicht weiter abnimmt. Und trotzdem hatte dieses digitale Semester für mich so seine Eigenarten, die ich in 10 Botschaften an mein Pre-Corona-Ich festgehalten habe:

  1. Mach erstmal einen Snack-Großeinkauf. Da sich Online-Vorlesungen ein bisschen wie Netflix-Schauen anfühlen, wirst du ständig das Bedürfnis haben, nebenbei etwas zu essen.
  2. Die Angst, sich in das falsche Zoom-Meeting eingewählt zu haben, wird niemals weggehen.
  3. Online Semester bedeutet nicht, mit dem Laptop auf der Couch liegen, zuhören und Chips essen. Auch im digitalen Raum werden die DozentInnen eine Möglichkeit finden, mündliche Mitarbeit, Referate und Gruppenarbeiten in die Vorlesungen zu integrieren.
  4. Anstrengende DozentInnen sind noch anstrengender, wenn du sie dir 5 Stunden am Stück auf einem 13 Zoll Bildschirm anschauen musst und sonst keine Interaktion hast, die dich irgendwie davon ablenken könnte.
  5. Bei einer Sitzdauer von mehreren Stunden täglich solltest du dich von günstigen Ikea-Stühlen entfernen und dich einfach auf’s Sofa setzen. Deine Rücken wird es dir danken.
  6. Mach lieber vorher einen Kurs zum Thema Hyroglyphen entziffern – die Whiteboard-Funktion, in der man über das Trackpad eine Zeichnung erstellt und im Meetting teilt, ist die wahrscheinlich chaotischste Art und Weise Informationen zu illustrieren.
  7. Spiel nicht die ganze Zeit an deinen Haaren herum – für den Dozent oder die Dozentin sieht das aus als würdest du die Hand heben.
  8. Du wirst so viel produktiver sein, da du dir die Zeit für Hin- und Rückfahrt sparst und, weil du dir bei der Outfit-Wahl nur Gedanken um dein Oberteil machen musst.
  9. Deine Internet-Verbindung in Köln ist ein wahrer Segen. Wenn du hingegen bei deinen Eltern bist und dort an einem Online-Seminar teilnimmst, solltest du dich mental darauf vorbereiten, dass die zwischendurch ohne dich weitermachen.
  10. „Ich teile dann mal meinen Bildschirm“ hat großes Potenzial zum meistgesagtesten Satz des Jahres zu werden.

Wie sind eure Erfahrungen mit Distance Learning? 🙂

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