Online weiterbilden | Skillshare & Coursera First Impression

Wie in meinem letzten Beitrag bereits thematisiert, habe ich gerade 5 Wochen Semesterferien, die ich versuche möglichst sinnvoll zu nutzen. Weil ich eine kleine Streberin bin, die es liebt zu studieren und das tägliche Lernen nach 2 Wochen schon vermisst, habe ich mich auf die Suche nach Weiterbildungsangeboten gemacht. Und dabei ist mir einer der positiven Aspekte von Corona sehr bewusst geworden: Bildung wurde digitalisiert. Man findet mittlerweile online wirklich viele Möglichkeiten, sich Wissen von Expert*innen anzueignen. So habe ich versucht aus der Masse an angeboten die für mich sinnvollsten herauszupicken und habe mich schlussendlich für Skillshare und Coursera entschieden.

Skillshare

Auf Skillshare* (über diesen Link könnt ihr die Premium-Version 14 Tage lang kostenlos testen) mache ich vor allem Kurse im Bereich Marketing sowie Design und Illustration. Ich würde die Plattform als „ein professionelleres Youtube“ bezeichnen – sie ist ähnlich Aufgebaut und auch die Art und Weise des Wissen-Weitergebens gleicht dem, was man von Youtube kennt, sehr. Mit dem Unterschied, dass nicht jeder Beliebige Videos auf Skillshare hochladen kann, sondern nur Menschen mit besonderer Qualifikation in dem Bereich. Zu beginn der Kurse stellen die Lehrenden sich auch immer vor und da sind echt beeindruckende Persönlichkeiten bei. Wenn ich die Plattform mit Youtube vergleiche, meine ich das durchaus positiv – ich mag dieses lockere Tutorial-Feeling.

Aus den Kursen, die ich bisher abgeschlossen habe, konnte ich einiges mitnehmen. Besonders im Bereich Illustration bin ich absolute Anfängerin und das hat mir echt dabei geholfen, mir grundlegende Techniken für das Malen auf dem IPad anzueignen. Auch in den Marketing-Kursen habe ich Neues gelernt und das, obwohl ich in dem Themengebiet seit Jahren relativ tief drin stecke. Der Nachteil der Plattform besteht meiner Meinung nach darin, dass man keine Zertifikate dafür bekommt, wenn man Kurse abschließt – man kann Skillshare also wirklich „nur“ zum Zwecke des Lernens nutzen, ohne aber damit seinen Lebenslauf aufhübschen zu können.

Ich werde meine kostenlose Testversion auf jeden Fall weiter nutzen und das Wissen der Expert*innen aufsaugen. Verlängern werde ich das Abo voraussichtlich jedoch erstmal nicht, da 96€ im Jahr sich für mich glaube ich nicht lohnen würden, da ich sobald die Uni wieder losgeht sicherlich weniger Zeit dafür haben werde, mir solche Videos anzuschauen. Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass diese Investition für einige sehr sinnvoll ist. Besonders, wenn man sich in einem kreativen Bereich selbstständig machen möchte, ohne ein entsprechendes Fach zu studieren, denke ich, dass man sich auf dieser Plattform ein fundiertes Wissen aneignen kann.

Coursera

Den Aspekt, den ich bei Skillshare kritisiert habe, dass es für abgeschlossene Kurse keine Zertifikate gibt, setzt Coursera wesentlich besser um: Hier kann man nämlich entscheiden, ob man den Kurs nur zum Lernen kostenlos belegen möchte oder ob man dafür zahlen möchte und dann eben am Ende auch ein Zertifikat erhält, wenn man ihn erfolgreich abschließt. Dabei denke ich, dass diese Bescheinigungen sich im Lebenslauf echt gut machen, da sie nicht von irgendeiner dubiosen Website oder eine*r selbsternannten Expert*in ausgestellt werden, sondern von der Universität oder Hochschule, die den Kurs anbietet.

Coursera ist eine Plattform, auf der man online Weiterbildungskurse, Spezialisationen und sogar ganze Studienabschlüsse von angesehenen Universitäten belegen kann. Eine Übersicht des Angebots findet ihr hier. Ich persönlich habe mich dafür entschieden den Kurs „Driving business towards the Sustainable Development Goals“ der Erasmus University Rotterdam zu belegen. Der Arbeitsaufwand hierfür liegt bei ca. 20 Stunden, was sich super in die Semesterferien integrieren lässt. Ich zahle 40€ dafür und erhalte dann am Ende auch ein Zertifikat. Für mich ist dieser Kurs super sinnvoll, da ich meine Zukunft zumindest teilweise in der Nachhaltigkeitskommunikation sehe – Kommunikation lerne ich in der Uni, tiefgehendes Wissen zum Thema Nachhaltigkeit eigne ich mir jetzt auf diesem Wege an.

Ich bin noch relativ am Anfang des Kurses, aber bisher finde ich es super interessant. Von der Aufmachung her ist es natürlich etwas trockener als auf Skillshare, dafür kommt aber auch echtes Uni-Feeling auf. Der Kurs besteht aus einer Kombination aus Videos von Dozent*innen und Lesestoff. Ich finde es super, dass man sich seine Zeit frei einteilen kann und dass am Ende jeder Einheit ein kleiner Multiple-Choice-Test gemacht werden muss. Ich empfinde diese Art des Lernens als sehr effektiv und denke, dass ich aus dem Kurs viel – mehr als nur das Zertifikat – mitnehmen werde. Ich kann mir auch vorstellen, in Zukunft noch andere Weiterbildungsangebote auf der Plattform zu nutzen.


Aus Transparenzgründen hier der Hinweis, dass dieser Beitrag NICHT in Zusammenarbeit mit einem der Weiterbildungsanbieter entsteht. Lediglich handelt es sich bei Skillshare um einen personalisierten Link – ihr bekommt eine längere kostenlose Testversion und ich erhalte einen kostenlosen Monat, wenn sich jemand darüber registriert. Das Lob der Plattformen resultiert also aus echter Euphorie. Ich schätze diese Möglichkeiten, mich so in Bereichen, die mich besonders interessieren, weiterbilden zu können sehr und kann es jedem, der gerade zu viel Zeit und Wissensdurst hat, nur empfehlen.

Habt ihr diese oder ähnliche Plattformen schonmal ausprobiert? Schreibt mir eure Erfahrung gerne in die Kommentare 🙂

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