Gedanken einer „Lifestyle-Linken“

Sahra Wagenknecht ist eine Frau, die mich in letzter Zeit medial stark verfolgt – eine eigene Doku in der ARD-Mediathek, ein Interview in Gabor Steingarts Morning Briefing und ein Einzelgespräch bei Sandra Maischberger im Podcast und in der Sendung. Es ergibt schon Sinn, dass sie gerade überall ist, denn sie hat vor kurzem ihr neues Buch, "die Selbstgerechten", veröffentlicht – ich habe es noch nicht gelesen, bin mit den Kernaussagen aber mittlerweile sehr vertraut, würde ich sagen. Und irgendwie hatte ich das Bedürfnis, was dazu zu schreiben – vielleicht, weil ich mich von ihrer Beschreibung der "Lifestylelinken" angesprochen gefühlt habe. Ich finde sie als Person interessant und empfinde es auch erstmal als sehr wichtig, dass es solche Politiker*innen gibt, die hinterfragen und Standpunkte vertreten, selbst, wenn sie dabei in der eigenen Partei anecken. Sie setzt spannende Impulse und regt mich zum Nachdenken, aber teilweise auch zum Wiedersprechen an.

Wieso ich meine Meinung zum Gendern geändert habe …

"Ich persönlich fühle mich nicht ausgeschlossen oder diskriminiert, wenn ich als 'Bürger', 'Luxemburger' oder 'Student' betitelt oder angesprochen werde" und "teilweise empfinde ich das Gendern sogar als störend – sowohl als Zuhörerin als auch als Sprecherin oder Autorin", schrieb ich in meinem Blogbeitrag zum Weltfrauentag 2018. Obwohl ich nach wie vor hinter der Kernaussage dieses Beitrags stehe, möchte das Thema jetzt, zweieinhalb Jahre später nochmal aufgreifen, denn meine Meinung dazu hat sich grundlegend verändert. Mittlerweile gendere ich – oder versuche es zumindest.

Mein Jahresrückblick in Zitaten

Chaos in der Welt vs. Frieden in meinem Inneren, Weltschmerz vs. persönliches Glück, Lockdown vs. neue Normalität, Stillstand vs. persönliches Wachstum – auf diese von Ambivalenz geprägten letzten Monaten wird heute zurückgeblickt. Da 2020 sprengt meine sprachlichen Kapazitäten, bediene ich mich der Worte kluger Menschen, um meine Gedanken zu unterstreichen und zu sortieren.

Bist du im Flow? | mehr Produktivität und Glücksgefühle

Am vergangenen Wochenende habe ich Stunden damit verbracht, ein Erklärvideo für ein Uni-Projekt zu konzipieren und Animationen zu erstellen. Ich merkte dabei überhaupt nicht wie die Zeit verging – aß 2 Stunden „zu spät“ zu Mittag, weil ich meinen Hunger nicht spürte, bekam nicht mit, wie die Sonne unterging und saß plötzlich komplett im Dunkeln. Dieses Phänomen ist in der positiven Psychologie als „Flow“ bekannt.

Es ist nicht alles grün, was grün scheint | über Sportbekleidung, Influencer-Marketing und Nachhaltigkeit

Heute mal ein etwas spontanerer Sonntagspost – einer der nicht aus meinem Redaktionsplan, sondern aus meinem Mitteilungsbedürfnis heraus entsteht. Und zwar soll es um ein Phänomen gehen, welches ich seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren auf Instagram beobachte und was mich immer wütender macht, je mehr ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetze. Ich habe nichts gegen Influencer, ich habe nichts gegen Werbung und ich habe auch nichts gegen Marken, die diesen Kommunikationskanal exzessiv nutzen. Wogegen ich aber schon etwas habe, sind Unternehmen, die das Vertrauensverhältnis zwischen den Influencerinnen und ihrer Community ausnutzen, um sich als etwas zu positionieren, was sie nicht sind.

Done-List statt To-Do-List? | stressfrei produktiv sein

To Do Listen sind seit Jahren ein fester Bestandteil meines Alltags, den ich mir gar nicht mehr wegdenken möchte. Sie helfen mir dabei den Überblick über meine Aufgaben zu behalten und meinen Tag zu strukturieren – so weiß ich morgens nach dem Aufstehen, was zu tun ist und sehe auch, wann der Punkt erreicht ist, an dem ich mir ganz ohne schlechtes Gewissen einen entspannten Feierabend gönnen kann. Ich bin ein kleiner Control Freak, wenn es um Organisation geht und würde das Abhaken von To Dos zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. Deshalb ist diese Methode für mich eigentlich perfekt und so habe ich nie bewusst nach Alternativen gesucht. Doch dann habe ich irgendwann die "Done-Liste" ausprobiert und war positiv überrascht.

2 Tage offline | wie ein Millennial den Digital Detox erlebt

Jahrelang habe ich mich gegen das Prinzip des Digital Detox gestreubt. Ich war der Meinung, es wäre sinnvoller, etwas bewusst zu konsumieren als komplett darauf zu verzichten und dann nach kurzer Zeit wieder in alte Muster zu verfallen. Das sehe ich heute noch immer genau so. Allerdings verspürte ich vor einigen Tagen bei einem langen Spaziergang plötzlich das Bedürfnis, mich für einen begrenzten Zeitraum von der Online-Welt abzukapseln. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich einmal 2 Tage offline war, deswegen weiß ich nicht, was das mit mir machen würde und wahrscheinlich war es genau das, was mich daran so reizt. 

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay |meine liebsten Zitate

Wer sich noch an meine Jahresvorsätze für 2020 erinnert, erinnert sich vielleicht auch noch an den Punkt "mehr lesen". Dem komme ich bisher ganz gut nach und bin zurzeit total im Lesefieber. Vor zwei Wochen habe ich ein Buch beendet, bei dem ich der Meinung bin, dass jeder es gelesen haben sollte: "Sprache und Sein" von Kübra Gümüşay. Aus diesem Grund möchte ich hier eine Buchempfehlung aussprechen und zugleich denjenigen, die das Buch nicht gelesen haben und dies auch nicht vorhaben, meine liebsten Zitate aus "Sprache und Sein" nicht vorenthalten.

„Passion Project“ finden und umsetzen |Digitaler Dialog mit Kato (@heulnichtmachdoch)

Ich freue mich sehr über meine erste Interviewpartnerin. "Hi, ich bin Kato... und ich mache Dinge im Internet." heißt es in ihrer Instagram-Bio und das beschreibt es eigentlich ganz gut. Seit ihrem 11. Lebensjahr ist sie in diesem digitalen Kosmos unterwegs und konnte hier einige "Passion Projects", wie sie sie liebevoll nennt, umsetzen. Ihr aktuelles Herzensprojekt trägt den Titel "heul nicht, mach doch" – hiermit hilft sie Menschen mit guten Ideen, diese umzusetzen. Außerdem ist sie als freiberufliche Dozentin unterwegs und hat sich in der Unternehmensberatung auf den Bereich Ehrenamt, Vereine und Initiativen spezialisiert. Social Media, Blog, Podcast, Uni, Unternehmen – wie bekommt diese Frau alles unter einen Hut?

„von Schminke zu Politik, von Spitzen-Pullovern zu EU-Hoodies“ #thistimeimvoting

Falls es noch jemand nicht mitbekommen haben sollte: Die Europawahlen stehen vor der Tür – und Social Media ist voll davon. Die vom EU-Parlament losgetretene Kampagne #thistimeimvoting schlägt an und Influencer ziehen mit – ihr Content switcht von Schminke zu Politik, ihre Outfits von Spitzen-Pullovern zu EU-Hoddies. Ich habe das Gefühl, Europapolitik kommt endlich da an, wo sie schon lange hätte ankommen sollen – bei jungen, engagierten Leuten, die versuchen die richtigen Werte zu vertreten und sich um eine bessere Zukunft bemühen. 

Wieso verlieren Worte durch häufige Benutzung an Bedeutung?

Petitionen, bei denen eine Mindestanzahl an Unterschriften erreicht werden muss und Demonstrationen die erst ein Ergebnis erzielen, wenn eine beachtliche Menge an Menschen daran teilnimmt, zeigen, dass Dinge eigentlich umso wichtiger sind, desto öfter sie wiederholt werden. Dies ist nur logisch: desto mehr Menschen ein Thema ansprechen, auf etwas aufmerksam machen oder etwas wiederholen, desto mehr gewinnt es an Bedeutung... eigentlich... denn, wenn man sich in der Gesellschaft umhört, kann man feststellen, dass das nur bis zu einem bestimmten Grad zutrifft – bei zu häufiger Benutzung verlieren Worte nämlich scheinbar an Bedeutung.

#fridaysforfuture in Luxemburg

Am Freitag den 15. März 2019 haben Schüler und Studenten weltweit für eine bessere Klimapolitik gestreikt. Unter dem Motto #fridaysforfuture finden die, von Gretha Thunberg initierierten, Demonstration seit einigen Monaten in verschiedenen Städten statt. Diesmal war auch Luxemburg dabei und da ich diese Bewegung, sowie Klimaschutz generell, absolut unterstützenswert finde, war ich natürlich dabei.

10 Dinge, die ich von meiner Katze gelernt habe

Das Internet ist voller Weisheiten – von Influencern, Pseudoexperten und Hobbyphilosophen – wieso kommen dann nicht auch mal die Katzen zu Wort?! Ich beobachte meine Katze nun schon seit einigen Monaten und bin mir sicher, dass sie mir mit ihren Aktionen Tipps für mein Leben mitgeben möchte. Es ist an der Zeit, ihr eine Stimme zu geben.